Kaiserschnitt-Kinder öfter krank


Gesundheitsrisiken unterschätzt
Kaiserschnitt-Kinder öfter krank

Fast jedes dritte Kind kommt in Deutschland per Kaiserschnitt zur Welt. Doch das Umgehen des Geburtskanals hat Folgen: Kaiserschnitt-Babys bezahlen die nicht-natürliche Geburt mit einer erhöhten Erkrankungsrate im Kindesalter.

Mehr Erkrankungen in den ersten 8 Jahren

Entwickeln Kaiserschnitt-Kinder mehr Gesundheitsprobleme als Babys, die auf natürlichem Weg zur Welt kommen? Das hat jetzt die Techniker Krankenkasse (TK) anhand von knapp 39 000 im Jahr 2008 geborener Kinder untersucht. Dabei kam heraus, dass Kaiserschnitt-Kinder in den ersten 8 Lebensjahren häufiger von Krankheiten wie z. B. Verhaltensstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen und Bronchitis betroffen waren. Die Ursache dafür sind noch nicht restlos geklärt, unter anderem wird der fehlende Kontakt zur mütterlichen Scheidenflora diskutiert.

Anhand der Daten berechneten die Statistiker der TK für Kaiserschnitt-Kinder ein erhöhtes Risiko für folgende Erkrankungen:

  • ADHS um 16%
  • Leichte Entwicklungsstörungen um 9%
  • Ernährungsprobleme um 11%
  • Magen-Darm-Erkrankungen um 7%
  • Übergewicht um 36%
  • Streptokokkeninfektionen der Atemwege um 6%
  • Chronische Bronchitis um 10%.

Wunschkaiserschnitte sind selten

Verglichen mit anderen Ländern liegt Deutschland mit einer Kaiserschnittrate von rund 30% seit Jahren im oberen Bereich. Die Gründe dafür werden unterschiedlich diskutiert. An Wunschkaiserschnitten aus beruflichen oder anderen terminlichen Gründen liegt die hohe Rate offenbar nicht, sie sind eher selten. Gut 90% der Schnittentbindungen liegen sogenannte relative Indikationen zugrunde, heißt es in der Untersuchung der TK. Dazu gehören die Beckenendlage, Mehrlingsschwangerschaften, ein auffälliges CTG oder vorangegangen Schnittentbindungen, aber auch große Ängste der Mutter vor einer Geburt.

Kaiserschnitt-Kinder aufmerksam beobachten

Der Kaiserschnitt ist ein Segen für Mutter und Kind, wenn er in medizinisch notwendigen Fällen eingesetzt wird, sagt Jens Baas, Vorstandvorsitzender von der TK. Doch Die Folgen für die Gesundheit des Kindes sollten nicht unterschätzt werden. Wichtig ist deshalb, dass Eltern und Kinderärzte die Entwicklung eines Kaiserschnitt-Babys besonders aufmerksam verfolgen, um Auffälligkeiten frühzeitig zu bemerken und gegenzusteuern.

Quelle: Techniker Krankenkasse

Unsere Kundenkarte

Weitere Infos hier!

Folgen Sie uns auch auf Instagram!

Bewerten Sie gerne Ihren Besuch

News

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Unterleibsschmerzen bei Frauen
Unterleibsschmerzen bei Frauen

Viele Ursachen behandelbar

Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Triebischtal-Apotheke
Inhaberin Apothekerin Anne-Kristin Römer-Buchholz
Telefon 03521/45 26 31
Fax 03521/45 86 62
E-Mail info@triebischtal-apotheke.de